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Weitere Informationen finden Sie unter www.okfuerkids.de
Eine Liste der zertifizierten Hotels finden Sie hier (Stand August 2007).
Mit dem Gütesiegel „O.K. für Kids“ zeichnen der Deutsche Kinderschutzbund und der TÜV NORD erstmalig in Deutschland kinderfreundliche Unternehmen, deren Produkte und Dienstleistungen aus. Der Deutsche Kinderschutzbund - unter Federführung des DKSB - Landesverbandes NRW - entwickelt die Kriterien für die jeweiligen Bereiche. Dem TÜV NORD obliegt die Aufgabe der Festlegung eines entsprechenden Beurteilungsverfahrens und die Durchführung der Beurteilung und der Zertifizierung.
Das Gütesiegel bietet Unternehmen aktiv die Chance, einen Beitrag zur Kinderfreundlichkeit in Europa zu leisten und dadurch ihren Markt- und Imagegewinn zu erzielen. Die Initiative startete im Jahr 2002 und wurde von der damaligen Bundesfamilienministerin Frau Dr. Christine Bergmann unterstützt.
Deutscher Kinderschutzbund LV NRW e.V.
Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) setzt sich für die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen ein. Er wurde 1953 gegründet und ist mit 50. 000 Mitgliedern der stärkste Lobbyverband für Kinderinteressen in Deutschland. Der Bundesverband hat seinen Sitz in Hannover; es gibt 16 Landesverbände und 420 Ortsverbände.
Im Deutschen Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. sind derzeit 103 Orts- und Kreisverbände Mitglied. Gemessen an der Zahl seiner Mitglieder und MitarbeiterInnen ist er der größte Landesverband im DKSB. Insgesamt arbeiten circa 400 Fachkräfte hauptamtlich und 2500 Frauen und Männer ehrenamtlich für den Kinderschutzbund NRW.
Der DKSB setzt sich für die Erweiterung von Mitsprache-, Mitbestimmungs-, und Gestaltungsmöglichkeiten von Mädchen und Jungen in allen Lebensbereichen ein. Grundlage seines Handelns ist die UN-Kinderrechtskonvention und das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG). Er finanziert Projekte wie Anlauf- und Beratungsstellen, Kindertageseinrichtungen oder das Kinderrechtehaus „Blauer Elefant“ in Essen.
1872 überprüfte der TÜV erstmals Dampfkessel. Im Laufe der Jahrzehnte erweiterte er das Angebot mit Dienstleistungen in den Bereichen Fahrzeug-, Anlagen- und Systemsicherheit. In die klassischen TÜV-Leistungen Prüfen und Zertifizieren reihen sich ebenso die Leistungen Beratung, Implementieren und Ausbildung ein. Regional, national und international sorgen weltweit rund 7.000 Mitarbeiter dafür, dass „TÜV NORD" ein Markenzeichen für Sicherheit, Kompetenz und Vertrauen ist. Über die vielfältigen technischen Dienstleistungen hinaus zertifiziert der TÜV NORD seit langem Managementsysteme in den Bereichen Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit und hat im In- und Ausland inzwischen weit über 16.000 Zertifikate ausgestellt. Die Zertifizierung kinder-freundlicher Angebote wird von der TÜV NORD CERT GmbH betreut.
Die Kooperationspartner TÜV NORD und DKSB genießen beide in ihren jeweiligen Arbeitsgebieten einen hohen Bekanntheitsgrad, ein gutes Image und damit eine große Akzeptanz in der Öffentlichkeit. Um das Ziel, die Förderung kinderfreundlicher Angebote zu erreichen, bringen beide Partner ihre Kompetenzen ein: der DKSB als "Kenner der Szene" rund um die Themen „Kinder“ und „Familien“, und der TÜV NORD als erfahrener Beurteiler bzw. Zertifizierer von Organisationen und Prozessen. Zusammen haben die Partner ein Zeichen in den Markt gebracht, welches den Bedürfnissen aller, der Kunden sowie auch der Anbieter gerecht wird. Da die Dienstleistungen Beratung und Zertifizierung aus Gründen der Konfliktvermeidung nicht aus einer Hand angeboten werden können, sind die Aufgabenbereiche klar aufgeteilt.
Leistungen
„O.K. für Kids“ bietet Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern:
„O.K. für Kids“ bietet Unternehmern:
Zertifizierung:
Wer kann sich zertifizieren lassen?
Bislang wurden Kriterien in drei Bereichen entwickelt: Hotels (Pensionen & Ferienhäuser), Spielplätze und Erlebnisorte für Kinder (in Planung). Zertifiziert wurden bisher 21 Hotels und sechs Spielplätze. Die Entwicklung der Kriterien in den anderen Bereichen erfolgt passgenau auf der Grundlage der bereits erstellten.
Wie sehen die DKSB-Kriterien bei einer Zertifizierung aus?
Das Beispiel: Hotels
Es gibt drei grundlegende Bereiche, in denen die DKSB-Kriterien im Hotelbereich geprüft werden:
Leitlinien
Kinder haben eigene Rechte
Inhalte von Zielgruppenkonzepten
Feedback und Umsetzung
Ausstattung und Service
Personal
Lage, Service, Ausstattung
Gesundheit und Umweltschutz
Kindgerechte Mahlzeiten, Umweltschutz, Reinigung
Handeln gegenüber und mit Kindern
Erlebniswelten schaffen
Partizipation
§ Beteiligung der Kinder an der Gestaltung des Programms, Auswahlmöglichkeiten aus einem vielfältigen Programm
Wie verläuft eine Beurteilung?
Das Beispiel: Hotels
Die (in der Regel) eintägige Beurteilung eines Gastbetriebes beinhaltet:
Im Rahmen der Untersuchung vor Ort wird überprüft, ob die Kriterien des DKSB eingehalten werden. So werden beispielsweise die Lage des Gastbetriebes, das Gebäude, die Einrichtungen und seine Außenanlagen in Augenschein genommen. Darüber hinaus wird geprüft, ob aussagefähige und nachvollziehbare Unterlagen zum Nachweis der Einhaltung der DKSB-Kriterien vorliegen. Auch wird untersucht, ob Gästen gegenüber gemachte Versprechen (zum Beispiel auf Plakaten, in Prospekten oder auf der Website) eingehalten werden.
Wie lange ist eine Zertifizierung gültig?
Die Zuerkennung des Zertifikats und damit die Genehmigung zur Nutzung des TSC/O.K.-Zeichens erfolgt nach erfolgreichem Abschluss des Audits und ist in der Regel 3 Jahre gültig. Um sicherzustellen, dass zertifizierte Gastbetriebe die Qualitätskriterien des DKSB fortlaufend einhalten, führt TÜV NORD einmal pro Jahr Vor-Ort-Beurteilungen durch. Bei Ketten werden einzelne Betriebe im Stichprobenverfahren aufgesucht. Der Stichprobenumfang richtet sich nach der Anzahl teilnehmender Betriebe.
Was ist der Nutzen einer Zertifizierung durch TÜV NORD?
Anerkannte Institutionen wie der Deutsche Kinderschutzbund und der TÜV NORD stellen in Deutschland ein Gütesiegel über kinderfreundliche Dienstleistungen und Produkte aus. Damit schaffen sie ein zuverlässiges Messinstrument für die Bedingungen und Leistungen, die mit kinderfreundlichen Serviceangeboten verbunden sind. Die mit dem Gütesiegel verbundenen Kriterien sind für Dritte einsehbar und werden fortlaufend aktualisiert. Somit gibt es in Deutschland zum ersten Mal ein unabhängiges Gütesiegel für kinderfreundliche Dienstleistungen und Produkte, denn “Wo kinderfreundlich drauf steht, ist auch Kinderfreundlichkeit drin!“ Auf diese Weise soll „Kinderfreundlichkeit“ als Produktivitätsfaktor im Unternehmen verankert und positive Lebensbedingungen für junge Menschen und ihre Familien sowie eine kinder- und familienfreundliche Umwelt geschaffen werden (§1 SGB VIII/KJHG).
Kriterienentwicklung
Die Entwicklung der Kriterien kann mit und ohne Beteiligung eines Unternehmens stattfinden. Eine Beteiligung des Unternehmens an der Entwicklung von Kriterien ist aber nur dann sinnvoll, wenn es sich um ein neu zu entwickelndes Prüffeld handelt. So erhalten Unternehmen in diesem Fall die Chance, die Prüfkriterien auf ihre Umsetzbarkeit und ihre fachspezifische Semantik zu begutachten und Anregungen zur Vervollständigung zu geben. Auch können sie Praxiswissen in Form von Expertengesprächen vor Ort zur Verfügung stellen oder ermöglichen, dass die theoretisch gewonnen Erkenntnisse an einem Piloten in der Praxis getestet werden.
Die endgültige Entscheidung und Festlegung der Kriterien obliegt jedoch dem Deutschen Kinderschutzbund in Absprache mit dem TÜV.
Wie sieht der Prozess der Kriterienentwicklung aus?
Die Kriterien werden von Kindern als Experten in eigener Sache und einem - vom DKSB zusammengestellten - Team anerkannter ExpertInnen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen entwickelt.
Vor-Ort-Gespräche mit Familien, die ihre Wünsche und Anregungen einbringen, gewährleisten, dass die realen Bedürfnisse der Verbraucher Berücksichtigung finden.
Die Kriterienentwicklung erfolgt in folgenden Modulen:
Modul 1: Recherche zum Thema „Kinderfreundliches Unternehmen“
Leitfragen: Wie muss ein kinderfreundliches Unternehmen gestaltet sein, um für Kinder wie auch Eltern wohltuende und interessante Angebote vorzuhalten? Wie wird diese Frage speziell von Wissenschaft und Forschung aber auch von Praktikern beantwortet?
Modul 2: Einbezug unternehmensinterner Vorstellungen
Welche Vorstellungen besitzt ein Unternehmen schon, wie seine kinderfreundlichen Dienstleistungen und Produkten aussehen sollen?
Modul 3: Workshop mit Jugendlichen und Kindern
Wie sieht mein schönstes Angebot/Dienstleistung im Unternehmen aus?
Wir bauen an einem neuen Modell für ein neues Angebot (Service, Produktpalette. Mit Phantasiereisen, Diskussionsrunden, Mal- und Bastelangeboten und vielem mehr kann dieses „neue Modell“ entstehen).
Modul 4: Nachgedacht mit Familien
Gemeinsam überlegen Eltern mit ihren Kindern, wie sie sich bestimmte kinderfreundliche Angebote vorstellen. Wie müssen diese Angebote gestaltet sein, damit sie gerne und oft wahrgenommen werden?
Modul 5: Expertenrunde (Erwachsene)
Ein Expertenteam verfasst unter Leitung des Deutschen Kinderschutzbundes Kriterien für kinderfreundliche Unternehmen.
Beratungsleistungen hinsichtlich kinderfreundlicher Dienstleistungen und Produkte durch den DKSB
Unabhängig von der Zertifizierung von kinderfreundlichen Dienstleistungen und Produkten bietet der Deutsche Kinderschutzbund Beratungsleistungen für Unternehmen an. Die Beratungsleistungen gliedern sich in ein sechsstufiges Modell, das im folgenden skizziert wird.
1. Analyse der Ausgangssituation
Im ersten Schritt prüft der DKSB die Ausgangssituation des Unternehmens. Er schaut sich an, wie bestehende Unternehmensstrukturen und –abläufe aussehen und erstellt eine Ist-Analyse.
2. Definition von Zielen / Entwicklung von unternehmensspezifischen Kriterien
Gemeinsam überlegt der DKSB mit dem Unternehmen, wie kinderfreundliche Strukturen geschaffen werden können. Mit ausgewählten Mitarbeitern wird erarbeitet, welche Möglichkeiten es gibt, kinderfreundliche Dienstleistungen und Produkte zu gestalten. In diesen Prozess fließt auch das spezifische Wissen des DKSB ein, was Kinderfreundlichkeit genau ausmacht. Im Anschluss daran werden grobe Zielvereinbarungen geschlossen, wie Kinderfreundlichkeit in dem Unternehmen umgesetzt werden kann.
3. Konzeptentwicklung
In einem dritten Schritt benennt das Unternehmen zusammen mit dem DKSB konkrete Handlungsfelder und Handlungsschritte, um als kinderfreundlich zu gelten. Diese werden in einem dezidierten Konzept vom DKSB festgehalten.
4. Maßnahmenkatalog
Nun wird mit dem Unternehmen ein konkreter Maßnahmenkatalog ausgearbeitet, wie die Ideen zur Kinderfreundlichkeit umgesetzt werden können.
5. Realisation
Das Unternehmen realisiert die gemeinsam mit dem DKSB erarbeiteten Maßnahmen. Der DKSB steht ihm bei der Umsetzung der Ideen unterstützend zur Seite.
6. Controlling
Gemeinsam mit dem Unternehmen findet eine Auswertung der Realisation der kinderfreundlichen Maßnahmen statt.
Vor-Ort Schulungen
Die Vor-Ort Schulungen von Mitarbeitern dienen dazu, Beschäftigte aus dem Unternehmen für den Umgang mit Kindern und Serviceleistungen für Kinder zu sensibilisieren.
Trainingsmaterial
Die Erkenntnisse, was Kinderfreundlichkeit in einem Unternehmen ausmacht, sollten Inhalt des Trainingsmaterials zur Schulung von Mitarbeitern werden. Kinderfreundlichkeit macht sich nicht am Aufbau bestimmter Strukturen fest, sondern am Miteinander von Menschen. Deshalb unterstützt der DKSB Unternehmen im Bereich der Personalentwicklung nachhaltig.
Methoden
Die Beratungsarbeit des DKSB LV NRW e.V. baut auf einem bestimmten Grundverständnis über die Initiierung, Begleitung und (Mit-) Gestaltung eines Organisations- und Produktentwicklungsprozesses auf. Einige zentrale Merkmale der Methodik sind:
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TÜV NORD Geschäftsfeld Zertifizierung
Dr. Peter Morawietz Langemarckstraße 20 45141 Essen Telefon: 0201 825 3301 Telefax: 0201 825 3307 Mobil: 0171-3384204
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Deutscher KinderschutzbundLandesverband NRW e.V.
Friedhelm Güthoff Landesgeschäftsführer DKSB LV NRW Domagkweg 20 42109 Wuppertal Telefon: 0202 7476588-0 Telefax: 0202 7476588-10 |