
Das
Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung verpflichtend in das Curriculum des
Politikunterrichts aller Schulen aufnehmen
„Mit ihrem Antrag
auf das Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung haben die Mitglieder des
Deutschen Kinderschutzbundes, Landesverband NRW e.V. auf ihrer Versammlung in
Essen deutlich gemacht, wie wichtig es ist, im Denken heranwachsender
Generationen die Vorraussetzungen für ein Aufwachsen ohne Gewalt und für
Partizipation zu schaffen“, so Dieter Greese, alter und neuer Vorsitzender des
DKSB NRW e.V. „Es geht um Recht, es geht aber insbesondere um Haltung und
Einstellung im Zusammenleben von Erwachsenen und Kindern. Auch für junge Menschen
ist dies ein Thema“.
Das Recht auf
gewaltfreie Erziehung soll – so die Forderung des Deutschen Kinderschutzbundes
in NRW - als verpflichtender Inhalt in das Curriculum des Politikunterrichts
aller 10. Klassen aufgenommen werden. Im Rahmen von Diskussionen um die eigene
personale Identität und persönliche Lebensplangestaltung soll ein Bewusstsein
dafür geschaffen werden, dass die Anwendung von Gewalt und Ausübung
entwürdigender Strafen unzulässig ist. Dieses Bewusstsein kann nicht allein
durch die Gesetzgebung und Rechtssprechung entstehen. Es wird in der Schule
geschaffen durch eine gewaltfreie und auf wechselseitiger Anerkennung ruhende
Schulkultur, die zu einer Einsicht wird in den Wert von gewaltfreier Erziehung
für das menschenwürdige Zusammenleben in Familien, Gruppen und demokratischer
Öffentlichkeit.
Das Wissen um die
Rechte des Kindes sollte nicht nur Teil des Lehrplans sein, sondern auch aktiv
gelebt werden. Eine Projektgruppe der Fachtagung der Mitgliederversammlung hat
vorgeschlagen, Instrumente zur
Entwicklung von Qualität in Schulen zu verankern. So sollen diese Instrumente
Schülerinnen und Schüler dabei helfen, ihre Befindlichkeiten, Wünsche und Ideen
im und für den Schulalltag zu thematisieren. Auf dieser Grundlage würden Kinder
die Möglichkeit erhalten, Einfluss auf die Gestaltung ihres Schulalltags zu nehmen.
„Wir machen mit - und wie !! – lautete der
Titel der Mitgliederkonferenz. In welch bereichernden Weise Kinder im
schulischen, außerschulischen und familiären Bereichen die Fähigkeit haben,
ihre eigenen Lebensbereiche positiv zu gestalten, hat die Konferenz gezeigt.
Neu gewählt
wurde in diesem Jahr auch der Vorstand des DKSB Landesverbandes. Die äußerst
erfolgreiche Arbeit der letzten drei Jahre bestätigte die Mitgliederversammlung
mit einer Wiederwahl aller Vorstandsmitglieder – einstimmig, ohne Gegenstimmen.

In den Vorstand neu
gewählt wurden von links nach rechts: Prof. Dr. Hans-Jürgen Schimke, Sophie
Graebsch-Wagener, Brigitte Mangen, Dieter Greese, Marlis Herterich, Dr. Ulrich
Spie, und Henrike Schöneich
Ansprechpartner:
Geschäftsführer
Deutscher Kinderschutzbund
Landesverband NRW
Tel.: 0202- 75 44 65 oder 75 52 17
info@dksb-nrw.de