Pressemitteilung
25.07.2005
Ansprechpartnerinnen:
Dr.
Deutscher Kinderschutzbund
Landesverband NRW
Tel.: 0202-7544 65 oder 75 52 17 (Mo. – Do. 9.00 Uhr
bis 13.00 Uhr)
In der letzten Zeit häufen sich beim Deutschen
Kinderschutzbund NRW die Meldungen über betrügerische Spendenwerbungen. Nach
Angaben der Betroffenen läuft der versuchte Betrug über das Telefon. Fremde
Personen geben sich am Telefon als Mitarbeiter des Deutschen Kinderschutzbunds
aus. Sie beginnen das Gespräch mit einigen Fragen, um den Anschein zu erwecken,
sie führten eine Umfrage für die Lobby für Kinder durch. Dem folgt dann eine
Bitte um eine Spende für den Kinderschutzbund. Auffällig ist dabei u. a., dass
die angeblichen Kinderschützer die potentiellen Spender und Spenderinnen zu
einer Einzugsermächtigung drängen. Wird eine Spende abgelehnt oder Bedenkzeit
erbeten, so folgen nicht selten üble Beschimpfungen.
Der Deutsche Kinderschutzbund distanziert sich
nachdrücklich von dieser und anderer Formen telefonischer Spendenwerbung. Er
warnt vor solchen Betrügern, die derzeit in Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern
ihr Unwesen treiben. „Wir bedauern sehr, dass Bürgerinnen und Bürger in
Nordrhein-Westfalen solche unangenehmen Erfahrungen machen mussten und sind mit
ihnen entrüstet über die Aufdringlichkeit und den betrügerischen Inhalt der
Anrufe“ so Dieter Greese, 1. Vorsitzender des Deutschen Kinderschutzbundes
Nordrhein-Westfalen e. V. Der Deutsche Kinderschutzbund unterstützt Kinder,
Jugendliche und ihre Familien in ihrem alltäglichen Leben und in
Krisensituationen durch eine Vielfalt von Angeboten und Maßnahmen. Diese Arbeit
bedarf ohne Frage einer finanziellen Absicherung – auch durch Spenden. Solche Methoden,
wie sie hier angewandt werden, stehen aber völlig im Gegensatz zum Leitbild des
DKSB. „Wir möchten, dass Mädchen und Jungen und ihre Eltern sich als Subjekte
mit eigenen Rechten beim Kinderschutzbund angenommen fühlen und freiwillig für
die Nutzung unserer Angebote entscheiden. Ebenso ist es unser Anliegen, dass
Bürger und Bürgerinnen unsere Arbeit nicht auf Druck, sondern nach eingehender
Prüfung freiwillig und aus Überzeugung unterstützen.“
Allgemein rät der Kinderschutzbund, bei
Spendenanfragen persönlicher Art grundsätzlich nie sofort eine Unterschrift zu
leisten, sondern erst einmal ausführliches Informationsmaterial zu erbitten.
Durch die Anschrift auf den Unterlagen wird eine Nachfrage auch nach Einzelheiten
des Einsatzes von Spendengeldern möglich.
Wuppertal, 25.07.2005