Bei einem schlechten Schulzeugnis am besten gelassen reagieren

Kinder brauchen bei schlechten Noten die Unterstützung ihrer Eltern. Dies stärkt ihr Selbstvertrauen und motiviert sie eher als Vorwürfe oder gar Strafen. Das betont der DKSB in NRW angesichts der Halbjahreszeugnisse, die in dieser Woche ausgegeben werden. „Viele Eltern üben aus eigener Unsicherheit Druck aus, weil sie ihre Kinder vor dem Scheitern in der Schule bewahren wollen“, sagt Eva Lingen, Geschäftsführerin des DKSB Landesverbandes NRW. „Dieses Verhalten trägt aber nicht zur Lösung der schulischen Probleme bei, sondern macht die Kinder unsicher und auf Dauer unglücklich“, so Lingen weiter.

Bei einem schlechten Zeugnis sollten alle erst einmal ruhig bleiben und dann gemeinsam überlegen, wie es weitergehen könnte: Welche Lernstrategien sind hilfreich? Was rät die Lehrerin oder der Lehrer? Und was würde mehr Entspannung in den Familienalltag bringen? „Durch die verkürzte Schulzeit bis zum Abitur und viele außerschulische Aktivitäten stehen Schülerinnen und Schüler häufig unter großem Stress – was sich auch auf die Noten auswirkt“, betont Landesgeschäftsführerin Eva Lingen. Sie empfiehlt, dass Kinder neben ihren Hobbys auch über unverplante Zeit verfügen sollten.

Wenn Kinder und Jugendliche jemanden zum Reden brauchen, können sie sich anonym und kostenlos bei der „Nummer gegen Kummer“ melden. Die vielfältigen Kontaktmöglichkeiten stehen auf der Website www.nummergegenkummer.de. Mütter und Väter finden dort die Nummer des Elterntelefons, wo sie auch über Schulprobleme sprechen können.

31.01.2017