Broschüre mit Praxistipps zum Kinderrechte-Film

„Welche Bedeutung haben die Kinderrechte in meinem Heimalltag?“ Dieser Frage sind die 12- bis 17-jährigen Kinder und Jugendlichen des Filmprojekts in den Osterferien 2012 drei Tage lang nachgegangen. Alle sieben leben in Einrichtungen der Jugendhilfe, in Kinderheimen in Essen und Köln. Für sie haben die Kinderrechte auch immer mit ihrem Alltag in einer großen Gruppe zu tun. Wie wird das Taschengeld ausgezahlt? Welche Besuchszeiten gibt es? All das haben sie in der Arbeit mit den professionellen Filmemachern des Medienprojekts Wuppertal zum Thema gemacht.

Grundlage des Workshops war die UN-Kinderrechtskonvention. Danach haben alle Kinder und Jugendlichen das Recht, sich eine eigene Meinung zu bilden und sie in allen Angelegenheiten, die sie betreffen, frei äußern zu können. Dieses Recht auf Informations- und Meinungsfreiheit steht allen Kindern zu, auch denen in Heimen und Tagesgruppen. Mädchen und Jungen müssen ihre Rechte aber erst einmal kennen, um sie nutzen zu können. Auch dazu diente das Filmprojekt.

„Die Kinder hatten natürlich zunächst einmal Spaß daran, mit dem Medium Film umzugehen“, erklärt Dr. Thomas Swiderek vom Modellprojekt „geRECHT in NRW“ des Deutschen Kinderschutzbundes Landesverband NRW e. V. Sie haben sich Fragen überlegt, sich gegenseitig interviewt, später auch Material ausgewählt und unter Anleitung geschnitten. „So wird deutlich, dass jüngere wie ältere Kinder sich ihrem Alter entsprechend mit den Kinderrechten in ihrem Leben beschäftigt haben“, so Swiderek. Der Sozialwissenschaftler entwickelte bis Jahresende 2012 im Team eine Beschwerdestelle für Kinder und Jugendliche in Heimen und Tagesgruppen – und die Kinderrechte sind das Fundament der Arbeit.

Nicht nur bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Filmprojekts sollen die Kinderrechte präsenter werden, auch in den Einrichtungen selbst. Sie haben eine DVD mit dem fertigen Film bekommen und können damit arbeiten.

Die neu erschienene Broschüre soll dem pädagogischen Fachpersonal die Arbeit mit der DVD erleichtern.

Finanziert wurde das Projekt von der Deutschen Kinderschutzbund-Stiftung.

Online ist der Film auf der Seite des Projekts geRECHT in NRW abrufbar.