Premiere für die erste „Bühne der Talente“

Von Birgit Knauer und Eda Kanber

Im Rahmen des Projekts „Klein ganz groß! Gesundheit macht stark“ gab es eine erste „Bühne der Talente“, auf der Vorschulkinder ihren Eltern das Thema Gesundheit näherbringen durften.

Das durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West geförderte Projekt findet in Kooperation mit dem Deutschen Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. statt. Vorschulkinder aus zehn nordrhein-westfälischen Kindertagesstätten erleben in diesem Zuge Kindergesundheit aus ihrer eigenen Sicht. Begleitet durch ihre Erzieherinnen und Erzieher, erforschen die Kinder viel Interessantes zu den Themen Ernährung, Bewegung und Entspannung.

Kann man Entspannung malen?

 „Klein ganz groß!“ bietet Vorschulkindern die Möglichkeit, sich kreativ dem Thema Gesundheit zu widmen. Wie riechen die verschiedenen Obstsorten eigentlich? Und womit kann man die Füße angenehm stimulieren? Was passiert bei der Entspannung mit der Atmung im Körper? Kann man Entspannung auch malen?

Fragen wie diesen, können die Kinder in ihren Lernwerkstätten selbst auf die Spur kommen, ob mit  Papier, Stiften, Federn, Kreide, Schlamm oder, oder, oder,….Der kindlichen Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ziel ist es, Kinder kreativ und vor allem selbstbestimmt zu fördern, ihre Bedürfnisse zu respektieren und ihre Kompetenzen zu stärken. Zum Abschluss der Projektphase gibt es in jeder Einrichtung eine „Bühne der Talente“, zu der Eltern oder auch Gäste darüber hinaus  eingeladen werden. Die Ergebnisse der Projektphase werden von den kleinen Forscher/innen auf kindegerechte Art präsentiert.

In der Kita Bärenhöhle in Essen war es nun soweit

Neun Kinder haben zu ihrer Bühne eingeladen. Vier Mütter, ein Papa und eine Oma durften gemeinsam mit ihnen und den beiden Erzieherinnen in der kitaeigenen Turnhalle „gesunde“ Spiele spielen. Neben Fragen zu gesunden Lebensmitteln konnten die kleinen Protagonisten auch im Bewegungsparcours auftrumpfen und ihren Eltern mal zeigen wie es richtig geht. Zahlreiche Aufgaben sollten dabei, orientiert an den vier Farben Gelb, Rot, Grün und Blau, gelöst werden. Ob Klettern an der Sprossenwand, Gleichgewichtsübungen auf dem Pedalo oder Matsch- und Wassertreten nach Kneipp, es gab viel zu Lachen. Zu jeder farbigen Aufgabe gab es eine gleichfarbige Wäscheklammer, die sich die Kinder an ihr extra mit Farbkreis bemaltes T-Shirt und die Eltern an ihre Oberteile klemmen durften. Lustig sahen sie damit aus. Was aber tun, mit soviel Wäscheklammern dachten sie sich und rannten fünf Minuten lang wild in der Turnhalle hin und her, stets im regen Austausch der Klammern. Denn wer am Ende die meisten Klammern zählt, hat verloren. Bei so viel Bewegung kamen nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen ganz schön ins Schwitzen.

Heidelbeeren sind doch nicht „iiih!“

Erholung versprach die anschließende Massage. Bei entspannender Musik konnten sich Eltern und Kinder gegenseitig verwöhnen und auf ihren Atem und ihr Wohlbefinden achten.Zu guter Letzt wurde gemeinsam eine bunte Palette verschiedenster Obst und Gemüsesorten verzehrt. Zuvor haben die Kinder ihren Gästen aber erklärt, worum es sich jeweils handelt. Von Paprika über Trauben bis hin zu Cranberrys und Trockenobst war allerhand dabei. So konnten sie in harmonischer und geselliger Runde ihren Gaumen verwöhnen. Manche Eltern staunten nicht schlecht, dass ihre Kinder plötzlich die doch zu Hause noch so verhassten Heidelbeeren mit Wonne verspeisten.

Schön zu sehen, dass Gesundheit so einfach gehen kann!

Der tolle Erfolg des Projektes in der Kita Bärenhöhle ist der engagierten Arbeit, der Mühe und der Geduld der Erzieher/innen zuzuschreiben und der Begeisterungsfähigkeit und Neugierde der kleinen „Gesundheitsexperten“. Wir sollten daher vielleicht öfter mal nachfragen, was die Kinder eigentlich wollen.

Eda Kanber und Birgit Knauer arbeiten als Fachberaterinnen Kindergesundheit in der DKSB Landesgeschäftsstelle.

14..April 2014