Aktionsgemeinschaft „Junge Flüchtlinge in NRW“

Junge Flüchtlichge

Angekommen – und dann?
Die Aktionsgemeinschaft „Junge Flüchtlinge in NRW“ setzt sich seit über 25 Jahren dafür ein, das Leben von Flüchtlingskindern im Land zu verbessern. Mitglieder sind acht große Organisationen der Jugendhilfe, Jugendarbeit und der Migrationsdienste – unter anderem der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V.. Als skandalös empfinden die Mitglieder, dass Asyl- und Ausländergesetze auf einem veralteten Stand sind und die UN-Kinderrechtskonvention in diesem Bereich noch nicht praktisch umgesetzt wird.

Allein das Wort „Abschiebung“ macht Angst
Ungerecht ist nach wie vor das ungesicherte Bleiberecht. Zahlreiche Kinder und Jugendliche, die vor Krieg und Verfolgung aus ihren Heimatländern fliehen mussten, leben schon seit Jahren in Deutschland und sind sozial integriert. Sie sind aber nur „geduldet“, leben also in ständiger Angst, abgeschoben zu werden. Dagegen wendet sich die Aktionsgemeinschaft „Junge Flüchtlinge in NRW“ vehement und fordert ein großzügiges Bleiberecht.

Die Früchte von 25 Jahren Arbeit
Aber die Aktionsgemeinschaft kann auch Erfolge verbuchen: Für Flüchtlingskinder war jahrelang der Schulbesuch nicht geregelt, obwohl in der UN-Kinderrechtskonvention das Recht auf Bildung ohne Diskriminierung eindeutig festgeschrieben ist. Seit 2005 besteht auch für die Kinder von Asylbewerbern und allein lebenden minderjährigen Flüchtlingen Schulpflicht in Nordrhein-Westfalen. Ein weiterer Erfolg der Arbeitsgemeinschaft: Seit Ende des Jahres 2010 gilt die „Residenzpflicht“ nicht mehr. Flüchtlingskinder können sich in NRW frei bewegen, ohne die Behörden informieren oder um Erlaubnis bitten zu müssen.

Die Aktionsgemeinschaft ruft schon seit Jahren dazu auf, Flüchtlingskinder mit in Ferienfreizeiten zu nehmen. Was Sie dabei beachten sollten, steht in einem Merkblatt.

Viele Vereine und Verbände – darunter auch die Aktionsgemeinschaft „Junge Flüchtlinge“ und der DKSB – kritisieren, dass die Kinderrechte für junge Flüchtlinge weder auf Bundes- noch auf Landesebene vollständig umgesetzt werden. Was sich ändern müsste, steht in einem Impulspapier der Freien Wohlfahrtspflege NRW.

Geschäftsführung

Die Mitgliedsorganisationen wechseln sich mit der Geschäftsführung der Aktionsgemeinschaft ab. 2017 übernahm die Katholische Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Nordrhein-Westfalen e.V. die Geschäftsführung. Die Ansprechpartnerin ist Ilka Brambrink, Tel.: 0251 – 540 27.

Weitere Informationen zur Aktionsgemeinschaft finden Sie auf der Website des Paritätischen Jugendwerks NRW.