70 Jahre Grundgesetz: Ohne Kinderrechte nicht in bester Verfassung

Zum 70. Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes am 23. Mai 2019 fordert der Kinderschutzbund in Nordrhein-Westfalen, dass die Kinderrechte in vollem Umfang in die Verfassung aufgenommen werden – mit sämtlichen Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechten sowie dem Vorrang des Kindeswohls.

„Indem wir die Kinderrechte im Grundgesetz festschreiben, stärken wir die Rechtsposition von Kindern und Jugendlichen“, erklärt Krista Körbes, Landesgeschäftsführerin des Kinderschutzbundes in NRW. „Politik und Verwaltung müssten dann bei allen Entscheidungen, die Kinder und Jugendliche betreffen, prüfen, ob deren Interessen ausreichend berücksichtigt wurden und ihre Rechte gewahrt sind.“

Eine Arbeitsgruppe von Bund und Ländern will im Herbst einen Vorschlag vorlegen, wie Kinderrechte im Grundgesetz verankert werden sollen. Der Kinderschutzbund hat gemeinsam mit anderen im Aktionsbündnis Kinderrechte ins Grundgesetz einen Formulierungsvorschlag vorgelegt.

Der Verband hat es sich zum Ziel gesetzt, mit vielfältigen Aktionen die Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen stärker bekannt zu machen und zu fördern. Der Kinderschutzbund spricht sich deshalb auch für eine Absenkung des Wahlalters auf 14 Jahre aus.

23.05.2019