Am 30. April ist Tag der gewaltfreien Erziehung

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In der Corona-Pandemie besteht die Gefahr, dass Gewalt kaum auffällt

„Politik und Gesellschaft dürfen während der Corona-Pandemie das Risiko der verdeckten Gewalt gegen Kinder nicht aus dem Blick verlieren“, betont Krista Körbes, Landesgeschäftsführerin des Kinderschutzbundes in Nordrhein-Westfalen. Der Verband macht zum Tag der gewaltfreien Erziehung am 30. April darauf aufmerksam, dass Jungen und Mädchen in Deutschland das Recht haben, ohne Gewalterfahrungen aufzuwachsen.

„Kinder und Jugendliche haben zurzeit nur wenig Kontakt zu vertrauten Menschen außerhalb ihrer Familie“, betont Krista Körbes. Daher bestehe die Gefahr, dass Gewalt gegen Kinder kaum auffällt – zumal der Stresspegel in vielen Familien gerade sehr hoch sei und zahlreiche Unterstützungsangebote für Eltern aufgrund des Kontaktverbotes wegfielen. Der Kinderschutzbund ruft daher zu erhöhter Aufmerksamkeit innerhalb der Bevölkerung auf.

Was tun bei einem Verdacht auf Gewalt?

„Wer befürchtet, dass ein Kind Gewalt erlebt, darf nicht die Augen davor verschließen“, betont Landesgeschäftsführerin Krista Körbes. Sie rät, sich in solchen Fällen an Beratungsstellen oder das örtliche Jugendamt zu wenden oder im Notfall die Polizei einzuschalten.

Der Tag der gewaltfreien Erziehung

„Der Tag der gewaltfreien Erziehung wird in Deutschland seit 2004 begangen. Seit dem Jahr 2000 steht im Bürgerlichen Gesetzbuch das Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung. Nach jahrelanger Lobbyarbeit hat vor allem der Kinderschutzbund entscheidend dazu beigetragen, dieses Recht zu verwirklichen“, sagt Landesvorsitzende Krista Körbes.

Der Tag soll daran erinnern, dass die gesamte Gesellschaft die Verantwortung für das gewaltfreie Aufwachsen von Kindern trägt. Zudem soll er Eltern ermutigen, ihr Ideal einer gewaltfreien Erziehung Wirklichkeit werden zu lassen.

28.04.2020