Das Kinderrecht des Monats September: das Recht auf Bildung

Bild_Kinderrechte_großJedes Kind in Deutschland hat dasselbe Recht auf Bildung. In der Realität sieht das aber leider anders aus. „Bildung ist ein Kinderrecht, das sich trotz aller Bemühungen immer noch viel zu stark an der sozialen Herkunft orientiert“, kritisiert Krista Körbes, Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes in NRW.

Kinder aus Familien mit höheren Einkommen erlangen durchschnittlich höhere Bildungsabschlüsse als Kinder, deren Eltern nur wenig Geld zur Verfügung haben. Aktuellen Studien zufolge holt Deutschland zwar langsam auf, schneidet aber grundsätzlich bei der Bildungsgerechtigkeit schlecht ab.

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(c) DKSB/Susanne Tessa Müller

Der Kinderschutzbund in NRW fordert, dass notwendige Schulmaterialien Kindern und Jugendlichen kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus seien grundlegende Maßnahmen und ein verändertes Bewusstsein notwendig, um allen Kindern gleiche Bildungschancen zu bieten. Ein entscheidender Punkt sei beispielsweise die stärkere Durchmischung der Schüler in den Schulen, so Krista Körbes weiter.

Wenn Kinder aus einer sozial benachteiligten Familie nicht nur mit Kindern aus ähnlichen Verhältnissen lernen, sondern in einer stark gemischten Schülerschaft, könne sich das sehr positiv auswirken.

„Auch geflüchtete Kinder haben von Anfang an ein Recht auf Bildung“, betont Krista Körbes weiter. Der Kinderschutzbund setzt sich in der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW dafür ein, dass die Schulpflicht für alle geflüchteten Mädchen und Jungen gilt, auch für die in Erstaufnahmeeinrichtungen und zentralen Unterkünften des Landes.

Dem Kinderschutzbund in NRW ist es wichtig, dass das Kinderrecht auf Bildung im Alltag umfassend umgesetzt wird. In seinen Orts- und Kreisverbänden bekommen Kinder und Jugendliche kostenlos Unterstützung. Die Angebote reichen über Hausaufgaben-Betreuung über Förderprojekte bis hin zur Sprachförderung.

Ein Beispiel aus dem DKSB Ortsverband Marl finden Sie hier.