Das Recht auf Information

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(c) DKSB/Susanne Tessa Müller

Ob durch Bücher oder Zeitungen, durch Radio, Fernsehen oder das Internet: Kinder dürfen sich frei informieren. So steht es in der UN-Kinderrechtskonvention. Dieses Recht ist in Deutschland, so auch in Nordrhein-Westfalen, im Alltag der meisten Jungen und Mädchen angekommen. Vielen Kindern steht eine breite Palette an Medien zur Verfügung, allen voran das Internet. Fast alle haben potentiell die Möglichkeit, zu Hause im World Wide Web zu surfen.

Nach Angaben der KIM-Studie 2018 des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest gehören gut zwei Drittel aller Sechs- bis 13-Jährigen nach eigenen Aussagen zu den Internetnutzern. Mit zehn bis elf Jahren sind es bereits vier von fünf Kindern und bei den Zwölf- bis 13-Jährigen nehmen mit 94 Prozent fast alle Kinder Online-Dienste in Anspruch.

„Weil sich Kinder ganz selbstverständlich in der digitalen Welt bewegen, müssen sie gut darauf vorbereitet werden“, betont Krista Körbes, Landesgeschäftsführerin des Kinderschutzbundes in Nordrhein-Westfalen. Cybermobbing, Hate Speech und sexuelle Übergriffe im Netz sind reale Gefahren, denen Kinder im Netz ausgesetzt sein können. „Uns ist es wichtig, Kinder verstärkt zu informieren, zu schulen und sie damit stark zu machen, damit sie den Risiken besser begegnen können“, so Körbes weiter.

Das beginnt nach Auffassung des Kinderschutzbundes bereits in der Kita und geht in der Schule weiter. Die Vermittlung von Medienkompetenz müsse ein fester Bestandteil der Ausbildung aller pädagogischen Berufe sein, so Landesgeschäftsführerin Körbes. „Aber auch die Eltern sind beim Medienverhalten wichtige Vorbilder“, ergänzt sie. Auch für sie sollten mehr Bildungsangebote gemacht werden. In diesen Kursen könnten sie ihre eigene Mediennutzung reflektieren und verantwortungsvolles Verhalten im Internet lernen.