Das Recht auf Schutz vor Gewalt

Kinder und Jugendliche haben das Recht, vor jeder Form von Gewalt geschützt zu sein. So steht es in Artikel 19 der UN-Kinderrechtskonvention. Dennoch erleben immer noch zu viele Mädchen und Jungen körperliche, psychische und sexualisierte Gewalt in der Familie und ihrem sozialen Umfeld.

Gewalt

(c) DKSB/Susanne Tessa Müller

Vorbeugende Angebote für Eltern
Oft sind Überforderung und Hilflosigkeit Gründe für Gewaltanwendung in der Erziehung. „Eltern muss jedoch bewusst sein, dass Gewalt in der Erziehung in keiner Weise okay ist“, betont Krista Körbes, Landesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) in Nordrhein-Westfalen. Alltägliche Gewalt beginne bereits viel früher. „Wenn Erwachsene aus Strafe über längere Zeit nicht mehr mit einem Kind sprechen, es beleidigen oder anschreien, ist das auch gewalttätig“, so Körbes weiter. „Deshalb bieten wir ja viele Angebote für Eltern an, die vorbeugend wirken“.

Wie verhalte ich mich respektvoll gegenüber Kindern? Was hilft in Situationen der Überforderung? Solche Fragen beschäftigen viele Mütter und Väter. „Darüber brauchen sie mehr gezielte Informationen“, meint DKSB Landesgeschäftsführerin Krista Körbes. Präventionsangebote sollten sowohl die Vermeidung körperlicher als auch psychischer und sexualisierter Gewalt umfassen. Sie müssen ausgebaut und sicher finanziert werden.

Psychische Gewalt bewusster machen
Krista Körbes hält eine breite gesellschaftliche Diskussion über Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen für notwendig. „Es geht ja nicht nur um so erschütternde Formen der Gewalt wie bei den Missbrauchsfällen in Lügde“, sagt die Landesgeschäftsführerin. Auch die breite Bevölkerung sollte nach Auffassung des Deutschen Kinderschutzbundes in NRW sensibler für das Thema Gewalt gegen Kinder und Jugendliche werden. „Wir ermutigen Menschen dazu, wachsam zu sein, wie es Kindern in ihrer Umgebung geht und bei Bedarf Unterstützung zu organisieren“, erläutert DKSB Landesgeschäftsführerin Krista Körbes. Der Kinderschutzbund setzt sich außerdem kontinuierlich dafür ein, dass Organisationen und Einrichtungen Schutzkonzepte erarbeiten, damit Kinder und Jugendliche keine Opfer von Gewalt werden.

Für viele der über hundert Orts- und Kreisverbände des Deutschen Kinderschutzbundes in Nordrhein-Westfalen gehört Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu ihren zentralen Arbeitsbereichen. Ein Beispiel aus Münster:

Recht auf gewaltfreie Erziehung. Dein Recht! Deine Meinung?! Ein Mitmach-Projekt des Ortsverbandes Münster