Die Rechte geflüchteter Kinder

Kinderrechte

(c) DKSB/Susanne Tessa Müller

Alle Kinder haben dieselben Rechte, egal woher sie kommen. Das gilt auch für geflüchtete Kinder und Jugendliche. „Aber gerade für sie wird die UN-Kinderrechtskonvention nur unzureichend umgesetzt“, betont Dr. Margareta Müller vom Deutschen Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. Geflüchtete Kinder dürfen nicht schlechter gestellt werden als andere Mädchen und Jungen. „In der Praxis sieht das aber leider häufig anders aus“, so Müller weiter.

Bildung für alle
Ein Beispiel ist die Schulpflicht bei Kindern, die mit ihren Familien in Landesunterkünften untergebracht sind – insbesondere dann, wenn sich der Aufenthalt in einer Landesunterkunft verlängert oder Kinder mit ihren Familien in sogenannten Schwerpunkteinrichtungen nach § 30a Asylgesetz untergebracht sind. Kinder werden hier über Monate nicht oder nur marginal beschult. „Kindern in diesen Landesunterkünften wird das Recht auf Bildung und damit ihr Schulbesuch monatelang vorenthalten. Dagegen sprechen wir uns als Landesverband entschieden aus“, betont Müller.

Eine Notwendigkeit für die Integration
Nach Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention steht allen Kindern das Recht auf Bildung zu. „Hier ist neben der schulischen Bildung ebenso die außerschulische Bildung mitzudenken – etwa die Vorschulbildung, die Angebote der Jugend(sozial)arbeit und Freizeitangebote“, sagte Margareta Müller vom DKSB Landesverband NRW weiter. Bildung sei von großer Bedeutung für die Entwicklung von Kindern und für ihre Integration.

Der DKSB Landesverband NRW ist Mitglied in der Aktionsgemeinschaft Junge Flüchtlinge in NRW; Margareta Müller vertritt den DKSB Landesverband in der Aktionsgemeinschaft.

Weitere Informationen zur unzureichenden Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention für geflüchtete Kinder und Jugendliche finden Sie hier:

www.pjw-nrw.de unter der Rubrik AG Junge Flüchtlinge

Viele Orts- und Kreisverbände engagieren sich mit Projekten für geflüchtete Menschen, so auch der DKSB Ortsverband in Remscheid. Hier können Sie sich über „Mama mia für geflüchtete Mütter“ informieren.