Mama Mia für geflüchtete Mütter

„Wir unterstützen die Mütter – und helfen damit langfristig auch den Kindern“, erklärt Karl-Richard Ponsar, Vorsitzender des DKSB Ortsverbandes Remscheid. An drei Nachmittagen in der Woche sind geflüchtete Frauen mit ihren kleinen Kindern in den Müttertreff „Mama mia“ eingeladen.

mama-miaDie mitten in Remscheid gelegenen Räume des DKSB Ortsverbandes Remscheid erwecken den Eindruck, auf einem sonnigen Platz im Süden zu sitzen. In dieser angenehmen Atmosphäre können sich Mütter und Kinder kennenlernen und regelmäßig treffen. „Mama mia“ bietet den Kindern viel Platz zum Krabbeln und Spielen, auch draußen auf einem kleinen Spielplatz direkt vor der Tür.

Rund zehn meist arabischen Frauen lernen bei „Mama mia“ die deutsche Sprache. Außerdem bekommen sie Hilfe im Alltag, zum Beispiel Unterstützung in bürokratischen Fragen. Zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen betreuen die Mütter, Ehrenamtliche helfen bei der Kinderbetreuung oder geben einmal wöchentlich gezielt Sprachunterricht.

Loslassen lernen
Auch die Kinder lernen beim Spielen mit den Betreuerinnen Deutsch. „Außerdem geht es darum, dass sich Mütter und Kinder immer mal wieder voneinander trennen und etwas für sich alleine tun“, sagt Karl-Richard Ponsar. So könnten sich sowohl die Kinder als auch die Frauen auf den Alltag in einer Kita und die damit verbundenen Trennungserfahrungen vorbereiten.

Auch sensiblere Themen haben in der Gruppe ihren Platz, etwa Fragen rund um die Kindererziehung. „Dieser Bereich, vor allem die gewaltfreie Erziehung, ist uns als Kinderschutzbund natürlich ganz wichtig“, sagt Karl-Richard Ponsar. Der Müttertreff sei für die geflüchteten Frauen mit ihren Kindern ein wichtiger Anker im Remscheid und trage wesentlich zur Integration bei, so Ponsar weiter.

Das Projekt wird aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Ortsverbandes Remscheid: