Die Kinderrechte feiern ihren 30. Geburtstag. Aber es gibt noch viel zu tun

Birthday

  • Wenn die Eltern sich trennen, dürfen Kinder weiter zu ihrer Mutter und ihrem Vater Kontakt haben.
  • Kindern steht ihre Privatsphäre zu. Sie dürfen also ihre Zimmertür hinter sich schließen, ohne zu sagen warum. Und ihre Textnachrichten auf dem Handy gehen grundsätzlich erstmal niemanden etwas an.
  • Kinder haben das Recht, ihre Meinung zu sagen – in der Familie, aber auch, wenn es um neue Straßen oder den Klimaschutz geht. Und Erwachsene sollen diese Meinung auch berücksichtigen.

Diese Kinderrechte und noch viele weitere stehen in der UN-Kinderrechtskonvention. Dieses Übereinkommen der Vereinten Nationen feiert jetzt seinen 30. Geburtstag. Am 20. November 1989 wurde die Kinderrechtskonvention von der Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen und gilt mittlerweile in fast allen Staaten der Erde.

„Das ist einerseits ein Grund zum Feiern“, sagt Krista Körbes, Landesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) in Nordrhein-Westfalen. Andererseits gibt es noch jede Menge zu tun, denn viele Kinderrechte sind noch nicht ausreichend umgesetzt. „Es gibt bei uns in Nordrhein-Westfalen zum Beispiel immer noch viel zu viel Kinderarmut“, so Krista Körbes. „Und auch Gewalt – ob sexuelle Gewalt, körperliche oder seelische Gewalt – betrifft leider immer noch zu viele Kinder.“

„Für uns wäre es ein Riesenschritt, wenn die Kinderrechte endlich ins Grundgesetz aufgenommen würden, das fordert der Kinderschutzbund seit vielen Jahren“, so die DKSB Landesgeschäftsführerin weiter. Noch nie waren die Aussichten so gut, dieses Anliegen politisch durchzusetzen. „Wenn die Kinderrechte in der Verfassung stünden, müsste ihnen in allen Bereichen des Lebens noch mehr Bedeutung beigemessen werden“, sagte Krista Körbes. „Und genau das brauchen Kinder und Jugendliche in Deutschland dringend.“