Kinderrecht des Monats Mai: Rechte von Kindern mit Behinderung

Egal ob sie im Rollstuhl sitzen oder das Down Syndrom haben: Die Kinderrechte gelten für alle Jungen und Mädchen, auch für die mit Behinderung. Ihnen stehen wie allen anderen Entwicklungs- und Förderrechte, Schutzrechte und Beteiligungsrechte zu. Darüber hinaus
haben sie ein eigenständiges Recht auf Förderung (Artikel 23).

„Für viele Mädchen und Jungen mit Beeinträchtigung sind ihre Kinderrechte allerdings noch nicht Wirklichkeit geworden“, kritisiert Krista Körbes, Landesgeschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes in Nordrhein-Westfalen. Hier gebe es noch eklatante Lücken in der Umsetzung. „Gerade die Inklusion scheitert in vielen Bereichen der Bildung und Erziehung bisher noch“, so Körbes weiter.

Viele Hürden auf dem Weg zur Inklusion
Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch mit seinen Besonderheiten zur Gemeinschaft gehört. Gerade das Schulsystem in Nordrhein-Westfalen ist nach Auffassung des Deutschen Kinderschutzbundes noch nicht darauf ausgelegt, dass Inklusion gelebt werden kann. „Die Regelschulen haben vor allem personell Schwierigkeiten, Kinder mit Behinderung in die Klassengemeinschaft einzubinden und angemessen zu fördern“, erläutert
Landesgeschäftsführerin Krista Körbes.

Die Schulen und andere Bildungseinrichtungen bräuchten genügend Fachkräfte und Know-how, um den Bedürfnissen von Kindern mit und ohne Behinderung gerecht zu werden. Nur so sei Chancengerechtigkeit für alle Mädchen und Jungen gewährleistet.

Viele Orts- und Kreisverbände des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB) in Nordrhein Westfalen machen sich für die Rechte von Kindern mit Beeinträchtigungen stark. Ein Beispiel aus dem DKSB Kreisverband Warendorf.

30.04.2019