Zum Weltkindertag: Psychische Gewalt kann Kinder ein Leben lang prägen

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„Gewalt ist mehr, als du denkst“: Mit dieser Kampagne macht der Kinderschutzbund zum morgigen Weltkindertag auf psychische Gewalt aufmerksam. Es ist allgemein bekannt, dass man Kinder nicht schlagen darf. Doch darüber, dass auch seelische Verletzungen in der Erziehung nichts zu suchen haben, gibt es kaum ein Bewusstsein. „Wer sein Kind tagelang ignoriert, es von seinen Freundinnen oder Freunden isoliert oder es demütigt, der übt Gewalt aus. Vielen Menschen ist das nicht bewusst, aber: Das Recht auf gewaltfreie Erziehung erschöpft sich eben nicht im Verzicht auf körperliche Bestrafungen“, sagt Heinz Hilgers, Präsident des Kinderschutzbundes. „Seelische Verletzungen gehören leider für viele Kinder zum Alltag, sei es im Elternhaus, aber auch in Kita oder Schule. Gewalt schafft aber keine Einsicht bei Kindern, sondern demonstriert, wer der Stärkere ist“, so Hilgers weiter.

Krista Körbes, Landesgeschäftsführerin des Kinderschutzbundes in NRW, weist auf die weitreichenden Folgen psychischer Gewalt hin. Sie beeinträchtige das Selbstbewusstsein und die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen massiv. Der Kinderschutzbund will dem entgegenwirken. „Mit vielfältigen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Eltern tragen wir in rund 100 Städten in NRW zu einem respektvollen Umgang zwischen Kindern und Erwachsenen bei“, erklärt Krista Körbes. Dazu gehören zum Beispiel Beratungsstellen sowie Unterstützungsangebote für Eltern. „Gewaltfreiheit ist für uns vor allem eine Frage der eigenen Haltung Kindern gegenüber“, so Körbes weiter. „Dabei ist es wesentlich, die Würde und Rechte von Kindern in allen Bereichen des Lebens zu respektieren.“

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