Interdisziplinäre Kooperation im Kinderschutz: Erfolgreiche Fachtagung informierte und begeisterte

Wie kann interdisziplinäre Kooperation im Kinderschutz gelingen? Diesem Thema widmete sich am vergangenen Mittwoch (20. März) ein großer Fachtag, zu dem das Kompetenzzentrum Kinderschutz NRW, die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen (HSPV NRW) und die Bildungsakademie BiS eingeladen hatten. Am HSPV-Standort in Hagen kamen rund 130 Fachleute aus ganz unterschiedlichen Berufsgruppen zusammen, die am Kinderschutz beteiligt sind. Dazu gehörten die Polizei, die Kinder- und Jugendhilfe, die Schule, die Justiz und die Gesundheitshilfe. Die Praxis zeigt, wie wichtig eine gute Kooperation zwischen diesen Akteur*innen ist, um Kinder und Jugendliche wirksamer vor Gewalt zu schützen. Die Teilnehmenden der Tagung informierten sich über diese interdisziplinäre Zusammenarbeit durch Vorträge, Gesprächsrunden und Workshops und tauschten sich über ihre Erfahrungen vor Ort aus.

Gelungene Kooperation auch bei der Organisation
An der Veranstaltung beteiligt waren u. a. Jan Boneberger (Abteilungsleiter der HSPV NRW), Krista Körbes (Geschäftsführerin des Kinderschutzbundes NRW, an den das Kompetenzzentrum Kinderschutz NRW angegliedert ist) sowie Jan Lamontain (Referatsleiter im Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW). Sie hoben die enorme Bedeutung der Zusammenarbeit im Kinderschutz hervor, die sich auch in der Kooperation zwischen HSPV und Kinderschutzbund bei der Organisation dieser Fachtagung widerspiegelte.

Im Schulterschluss für das Kind
Inhaltlich im Zentrum stand das vierjährige Projekt „Gemeinsam Kinderschutz gestalten. Interdisziplinäre Kooperation in der kommunalen Praxis“, das vom Kinder- und Jugendministerium NRW gefördert wurde. Vorgestellt wurde es von Lucie Tonn, die das Projekt im Team des Kompetenzzentrums Kinderschutz NRW mit umsetzte und heute an der HSPV in Hagen lehrt. Herzstück des Projektes war der Zertifikatskurs „Interdisziplinärer Kinderschutz in der kommunalen Praxis“. In einer sehr persönlichen Gesprächsrunde berichteten vier Teilnehmende dieses Kurses von ihren Erfahrungen. Sie beschrieben ihn als „extrem wichtig“ und hoben den „Schulterschluss für das Kind“ hervor.

Ebenso großes Interesse rief der verkürzte Grundkurs hervor, der aus dem vorgestellten Zertifikatskurs entstanden ist. Zahlreiche Teilnehmende der Fachtagung informierten sich über dieses landesweite Angebot „Interdisziplinäre Kooperation im Kinderschutz“ (IKIK). Vertiefende Informationen und Möglichkeiten zum Austausch boten darüber hinaus sechs Workshops zu zentralen Aspekten des interdisziplinären Kinderschutzes. Diese wurden – wie die ganze Tagung – allgemein als „gewinnbringend“ und „interessant und sehr informativ“ eingeschätzt. Die Veranstaltung wurde vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes NRW gefördert.

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