Zum Weltkindertag am 20. September fordert der Kinderschutzbund NRW, Kinder und Jugendliche stärker verbindlich an politischen Entscheidungsprozessen zu beteiligen. Beschlüsse, die ihr Leben betreffen, dürften nicht länger ohne ihre Stimme gefasst werden.
„Kinder und Jugendliche sind Expertinnen und Experten in eigener Sache“, betont Prof. Dr. Gaby Flößer, Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes NRW. „Deshalb müssen junge Menschen überall dort ein echtes Mitspracherecht haben, wo politische Entscheidungen ihr Leben betreffen – von Schule, Bildung und Freizeitgestaltung über Stadtentwicklung bis hin zur Klimapolitik“, so Flößer.
Zwar wird das Recht auf Beteiligung als Kinderrecht häufig als wichtig beschrieben, doch in der Realität beschränkt es sich oft auf symbolische Gesten oder unverbindliche Befragungen. Der Kinderschutzbund NRW ruft die Landesregierung und die Kommunen dazu auf, konkrete Strukturen für echte Mitbestimmung zu schaffen und die Meinungen der jungen Menschen nicht nur anzuhören, sondern auch bei Beschlüssen verbindlich zu berücksichtigen.
„Unsere Stimme zählt!“ Unter diesem Motto präsentiert sich der Kinderschutzbund in NRW am Samstag auf dem Fest zum Weltkindertag im Düsseldorfer Landtag. Welche Orte sind Kindern in ihrer Umgebung wichtig? Welche mögen sie nicht? Welche Themen liegen ihnen in ihrer Kommune am Herzen? Die Orts- und Kreisverbände des Kinderschutzbundes in NRW waren eingeladen, beim Projekt „Unsere Stimme zählt!“ mitzumachen. Zu sehen ist im Landtag u.a. die Plakatausstellung des Projekts „Stadtklima im Kleinen“ eines Jugendzentrums aus Bonn. Die beteiligten Kinder weisen darauf hin, dass auch das Recht auf eine gesunde Umwelt ein Kinderrecht ist.