Auswirkungen sexualisierter Gewalt auf die Arbeit mit jungen Menschen: So hieß eine zweitägige Fortbildung für ein multiprofessionelles Team im Essener Kinderschutzbund. Sie wurde durch die Fördermaßnahmen zur Unterstützung von Prävention und Nachsorge von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche des Landes NRW ermöglicht.
Ein Thema, das viele angeht
„Viele junge Menschen, mit denen wir es bei unserer Arbeit zu tun haben, könnten sexualisierte Gewalt erlebt haben“, sagt Heike Pöppinghaus. Sie leitet im Kinderschutzbund Essen den Fachbereich Kinderschutz und hat die Fortbildung organisiert. „Daher ist es gut, wenn Mitarbeitende für das Thema sensibel sind, mögliche Anzeichen erkennen und wissen, wie sie angemessen reagieren“, erklärt Heike Pöppinghaus weiter. Das Interesse an der Fortbildung war so groß, dass insgesamt 20 Pädagog*innen, Kinderkrankenschwestern und Hebammen daran teilnahmen – mehr Personen, als ursprünglich eingeplant waren.
„Eine großartige Möglichkeit“
Ein namhafter Traumapädagoge beleuchtete u. a. die körperlichen und psychischen Folgen von Trauma und sexualisierter Gewalt, das Erkennen von Anzeichen und Symptomen bei Betroffenen sowie Kommunikationsstrategien mit traumatisierten jungen Menschen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Methode der Trauma-Erzählgeschichte.
„Die Fortbildung war für uns eine großartige Möglichkeit, unsere Arbeit für Kinder und Jugendliche weiter zu verbessern“, bilanziert die Organisatorin Heike Pöppinghaus. „Das wäre ohne die Finanzierung des Landes Nordrhein-Westfalen nicht möglich gewesen.“
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